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Beiträge: 388

Wohnort: Straubing

1

Dienstag, 31. Januar 2012, 08:55

Welche Schnecke für weiches Wasser

Hallo Forum,

ich habe hier jede Menge TDS in meinem Becken mit hartem Wasser dass aus der Leitung kommt, sobald ich die umsetzte in kleinere Aufzuchtbecken oder Schalen mit weichem Wasser, ziehen sie den Kopf ein und wollen nicht mehr. Für die Reinigung von Futterresten sind sie aber dringend nötig. Ich habe auch noch Spitzschlammschnecken , Posthorn und wenige Blasenschnecken.
Spitzschlammschnecken halten sich erst ab einer bestimmten Größe im weichen Wasser und vertragen die Wärme nicht so, bei den anderen Beiden baue ich erst wieder einen Bestand auf, der mir irgendwann mal eingebrochen ist.
Mit den Blasenschnecken habe ich mir die ersten Planarien eingehandelt ...
Habt Ihr Tipps für mich welche Schnecken sich da am besten eignen um kleine Schalen(1 -2 L) sauber zu halten ??

Das Wasser ist Regenwasser gemischt mit Leitungswasser und dürfte KH 2 - 4 haben je nach Mischung

Harald

Beiträge: 251

Wohnort: Burgstädt, Sachsen

Beruf: Kfz-Mechaniker

2

Dienstag, 31. Januar 2012, 13:02

Hallo Harald,
Blasenschnecken wachsen in meinem Schwarzwasser zu einer beachtlichen Größe und über die Population kann ich auch nicht klagen.
Planarien hatte ich noch nie.
Beste Grüße!
Matthias (IGL 106)
Ride On
AC/DC

3

Dienstag, 31. Januar 2012, 13:56

Hallo Harald,

bei mir sitzen auch Blasenschnecken in kleinen Behältern mit Regenwasser. Bis auf ein paar wenige Ausfälle, kann ich nichts negatives berichten.

Gruß, Steven

Beiträge: 362

Wohnort: Bad Gandersheim - Perle des Vorharzes :-)

4

Dienstag, 31. Januar 2012, 14:30

Hallo Harald,


eigentlich will ich ja nicht wieder damit anfangen, aber könnte es sein, dass Zink aus der Dachrinne im Wasser gelöst ist? Kann nämlich leicht passieren, wenn da feuchtes Laub lange drin liegt. Schnecken sind da offenbar sehr empfindlich ...

Grüße,
Rolf

Beiträge: 623

Wohnort: Braunschweig

5

Dienstag, 31. Januar 2012, 14:36

Wenn Du die Schnecke ohne Umgewöhnung von hartem in weiches Wasser setzt, dürfte die ziemliche Probleme mit dem osmotischen Druck bekommen und dann wundert mich nicht, daß die das mit Quengeln und Ableben quittiert. Man muß ihnen schon ein weinig Zeit gönnen, um sich an diese geänderten und für sie nicht leicht händelbaren Umstände zu gewöhnen. Nen Fisch würdest Du doch auch nicht einfach da rein schmeissen....

Setz die Schnecken, die Du zum Reinigungstrupp umfunktionieren möchtest, in ein Extrabecken und gewöhne sie über ein paar Tage weg langsam an weicheres Wasser. Füttere sie währenddessen mit viel Lebendfutter, damit sie keine Gehäuseschäden bekommen und setze sie dann in das weiche Wasser. Dort vermehren sie sich sogar und diese Jungschnecken solltest Du dann weiter als Reinigungstrupp verwenden.
LG Jutta

das grundelforum

Beiträge: 388

Wohnort: Straubing

6

Dienstag, 31. Januar 2012, 17:00

Also Blasenschnecken habe ich kaum noch, die sind nach einer anfänglich starken Vermehrung irgendwann verschwunden, genau wie die Posthornschnecken.
Die kommen jetzt aber wieder langsam zurück. Die TDS vermehren sich wie blöd, aber eben nur im harten Wasser.

Der Unterschied zwischen KH 14 und KH 2-4 sollte der Schnecke ja nicht so viele Probleme machen, ich dachte da können höchstens Gehäuseschäden auftreten.
Ob das mit Zink zu tun haben kann weiß ich jetzt auch nicht, es ist nur auffällig, dass sich um so mehr Schnecken im Becken halten, je mehr Leitungswasser ich reinmische.

Der Laich der Spitzschlammschnecken bekommt teilweise einen samtigen Überzug, die Kleinen schlüpfen zwar teilweise in den Becken, verschwinden aber dann.

Die Umgewöhnung der TDS kann ich mal probieren, das merkwürdige ist aber , die sterben nicht nach dem Umsetzten, sie sind nur nicht mehr aktiv.
Also bleiben einfach in ihrem Haus.

Harald

7

Dienstag, 31. Januar 2012, 20:04

Hallo Harald,

das weiche Wasser alleine kanns nicht sein, das kam lange Jahre so weich bei mir aus der Leitung und ich hatte, egal welche Schneckenart, immer nur Probs die wieder loszuwerden.

Meine Erfahrung: praktisch alle Schnecken kommen mit sehr weichem Wasser zurecht. Ich habe schon Schnecken z.B. in Srilanka in Wasser mit unter 10 µS gesammelt, ohne irgendwelche Gehäuseschäden. Ich denke hier ist nicht die geringe Menge an z.B. Ca Ionen das Problem sondern die ständige Verfügbarkeit. In kleinen Töpfen kann das wohl schnell aufgebraucht sein und dann ist eben nix mehr da. Also, wie so oft bzw fast immer: WW, WW und nochmal WW.
Gruß

Jürgen


Nimm nie etwas für bösartig an,
wenn schlichtes Unvermögen eine
hinreichende Erklärung sein könnte.
(Napoleon)

Beiträge: 388

Wohnort: Straubing

8

Donnerstag, 2. Februar 2012, 09:14

Hallo Jürgen,

da gibt es natürlich immer Bodengrund in natürlichen Gewässern, den haben meine Aufzuchtschalen nicht ..

Harald

Beiträge: 362

Wohnort: Bad Gandersheim - Perle des Vorharzes :-)

9

Donnerstag, 2. Februar 2012, 10:30

Besorg Dir doch einfach mal destilliertes oder Osmosewasser und mach damit einen Gegenversuch.

Grüße,
Rolf

10

Donnerstag, 2. Februar 2012, 16:11

Hallo Harald,


da gibt es natürlich immer Bodengrund in natürlichen Gewässern, den haben meine Aufzuchtschalen nicht ..


eben drum, da Du das Ca sonst nirgends her bekommst gilt WW WW und WW.
Gruß

Jürgen


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11

Donnerstag, 2. Februar 2012, 17:03

Hallo Rolf,

das mit dem destilierten Wasser könnte ich natürlich mal probieren.

Hallo Jürgen,

der WW hilft natürlich nur was wenn da auch Kalk drinnen ist, wenn ich reines Regenwasser wechsle, was manchmal vorkommt, hilft das den Schnecken nicht ...

Harald

12

Donnerstag, 2. Februar 2012, 22:16

Hallo,
wenn ich reines Regenwasser wechsle, was manchmal vorkommt,


...du hattest aber KH 2-4 geschrieben...
Gruß

Jürgen


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Beiträge: 623

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13

Freitag, 3. Februar 2012, 06:39

Leute, die ganze Diskussion um Kalk im Wasser oder nicht ist prinzipiell vollkommen überflüssig. Ich hatte es oben bereits geschrieben: wenn Schnecken nicht aus dem Wasser genügend Härtebildner aufnehmen können, sind sie in der Lage, diese aus dem Futter zu ziehen. Das geht dann hauptsächlich über LEbend- oder Frostfutter, hier natürlich bevorzugt Schalentiere.

Ich hab in meinem elend weichen Leitungswasser ohne jeglichen Kalk (GH3, KH 1,5) Anfangs auch immer Probleme mit den Schnecken gehabt. Vor allem bei den Apfelschnecken konnte man ob ihrer Größe immer sehr gut beobachten, wann das Problem einsetzte. Irgendwann bemerkte ich, daß die sich wie wild auf das Lebendfutter stürtzen und daß sie, wenn sie genügend Daphnien, Artemia und ähnliches bekamen, wieder normales Häuserwachstum hatten. Selbst die vorhergehenden Schäden regenerierten sich.

Die Frage, warum die Schnecken sterben, wenn sie von sehr hartem in weiches Wasser geworfen werden, habe ich oben schon beantwortet. Schnecken sind nicht so unempfindlich, wie man ihnen gern nachsagt, nur achtet niemand darauf.... sind ja nur Schnecken. Erst, wenn sie gebraucht werden, fällt auf, daß die unsensiblen Umgang mit Ableben quittieren. Aber so richtig hinterfragt, was sie tatsächich vertragen, hat wohl kaum mal einer.
LG Jutta

das grundelforum

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Beruf: Fliesenleger, Tischler, Gestalter

14

Freitag, 3. Februar 2012, 09:04

Hallo,

Buchenlaub lagert Kalk ein, das könnte helfen.
Gruß, Helmut

Beiträge: 388

Wohnort: Straubing

15

Freitag, 3. Februar 2012, 13:22

@ Jürgen,

ich hab geschrieben , dass ich manchmal reines Regenwasser verwende ...

@ All

Ist ja aber jetzt auch egal, ich will ja keine schönen Schnecken züchten und deswegen Gehäuseschäden vermeiden, sondern Schnecken zum Aufräumen in meinen Aufzuchtschalen und Becken.
Ich werde also erst mal versuchen die TDS langsam umzugewöhnen und vielleicht auch noch mal Versuche mit destiliertem Wasser machen.
Mittlerweile habe ich auch wieder mehrere kleine Posthornschnecken gefunden, die das anscheinend besser vertragen.

Also danke für Eure Unterstützung ...

Harald

16

Mittwoch, 8. Februar 2012, 19:42

Gehäuseschäden kommen davon wenn viel CO2 im Wasser ist, was bei niedriger KH/ph nunmal mehr da ist als bei hohem KH/pH

Wers nicht glaubt der möge mal ein Schneckenhaus in ein Bad mit einem Schuss HCl geben, das ist in ein paar Sekunden aufgelöst.
Gruß
Thomas

17

Donnerstag, 9. Februar 2012, 07:50

Hallo Thomas,

was bei niedriger KH/ph nunmal mehr da ist als bei hohem KH/pH


so stimmt das nicht.
Die freie Kohlensäure (und nur die würde ein Gehäuse angreifen können) ist unabhängig von der KH und bestimmt nur in einem schmalen Bereich den pH. Bis max 5,5.
Außerdem sind die Schnecken ja nicht blöd und haben ihr kalkiges Gehäuse vor so widrigen Bedingungen mittels Perlmutt geschützt.
Gruß

Jürgen


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(Napoleon)

18

Donnerstag, 9. Februar 2012, 07:53

Hallo nochmal

der möge mal ein Schneckenhaus in ein Bad mit einem Schuss HCl geben, das ist in ein paar Sekunden aufgelöst.


ein Wasser mit einem Schuß HCl hat einen pH von ca 1, mit Unmengen Kohlensäure kommste nur auf 5. Da haste, auf die H-Ionenkonzentration bezogen, 4 Zehnerpotenzen Unterschied !
Gruß

Jürgen


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(Napoleon)

19

Donnerstag, 9. Februar 2012, 14:16

Ja, dennoch behaupte ich die Kohlensäure löst den Kalk vom Schneckenhaus und nicht durch fehlendes Calcium im Wasser. Ansonsten könnten auch Schnecken in salzärmsten Gewässern nicht existieren. In meinem Wasser ist auch gerade mal GH2 und es gibt keine Probleme bei Schnecken. Auch nicht bei welchen die aus anderen Gewässern kamen.

Wiki lesen hilft:
Bei pH 4 liegen mehr als 99 % als „freie Kohlensäure“ vor. Bei einem pH-Wert von 6,5, der also gleich ist dem pKs der ersten Säurekonstante, liegen gleich viel „freie Kohlensäure“ und Hydrogencarbonat vor; der Anteil des Carbonats ist noch weit unter 1 %. Etwa bei pH 8,3 liegt der maximale Anteil an Hydrogencarbonat mit ca. 98 % vor; je knapp 1 % sind „freie Kohlensäure“ bzw. Carbonat.


Wenn man soviel HCl reinkippt das der pH so stark abfällt, dann fällt natürlich auch die KH ins bodenlose.
Gruß
Thomas