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1

Samstag, 21. Januar 2012, 12:33

Aufhärten ohne Natrium

Hallo


Ich suche nach einer Möglichkeit Wasser aufzuhärten aber ohne NaHCO3.

Hintergrund ist der, in meinem Leitungswasser ist NaHCO3 ohne Ende, die Pflanzen wachsen deswegen fast nicht weil sie kein Kalium aufnehmen. Ich möchte nun einen Teilentsalzer verwenden um das Wasser zu enthärten und das entstehende CO2 dazu nutzen, Calcium und Magnesium zu lösen. Eine gewisse KH brauche ich aber trotzdem, sonst sinkt der pH zu weit runter wenn ich CO2 dünge. Mind. pH7 sollten schon sein.
Man könnte auch normales CaCO3 nutzen aber Dolomitkalk ist mir aufgefallen weil es den in großen Mengen sehr günstig gibt.


Mich würde interessieren ob der Dolomitkalk den es zu kaufen gibt, nun in Oxid oder Carbonatform ist. Auf der einen Seite wird angegeben 55% CaCO3 und 35% MgCO3 und dann steht auf der Packung noch 50% CaO. Laut diversen Sicherheitsdatenblättern wird das tatsächlich als CalciumMagnesiumoxid bezeichnet.
Mal angenommen es wäre in Oxidform, dann würde sich in Kombination mit CO2 dann CaCO3 oder MgCO3 bilden oder? Allerdings ist ja z.B. CaO schon in geringsten Mengen toxisch.




Gruß
Thomas

2

Samstag, 21. Januar 2012, 13:22

abgesehen davon daß CaO nicht "toxisch", also giftig, sondern ätzend ist, enthält Gartenkalk selbstverständlich keine solchen Gefahrstoffe. Inhaltsangaben in Oxidform werden bei Düngern nur gemacht um verschiedene Produkte besser vergleichen zu können.
Ansonsten kommen die meisten Aquarienpflanzen und Fische mit Natrium gut klar und es muß keinesfalls mit Härtebildnern aufgehärtet werden. Falls Magnesium oder Calcium im Mangel sind - wie hast Du das festgestellt? - kannst Du sie preiswert als Sulfat (Gips, Bittersalz) zudüngen.

3

Samstag, 21. Januar 2012, 23:02

Ansonsten kommen die meisten Aquarienpflanzen und Fische mit Natrium gut klar

Den Tieren macht das Natrium eher weniger, auch wenn es deren Wasserhaushalt beeinflusst. Geringe Gehalte Natrium und Chlorid sind bei Tieren sogar förderlich.
Aber die Pflanzen vertrocknen dadurch regelrecht *. Damit kommen nur salztolerante Pflanzen zurecht. Ich habe mich lange genug damit herumgeärgert. Habe 2 Jahre lang alles ausprobiert und bin schon soweit das ich mir Dünger selbst herstelle.
Ausserdem kommt es darauf an wie hoch der Gehalt ist, 90mg/l sind eine Menge.
Soviel Calcium,Magnesium und Kalium kann ich gar nicht reinschütten um das auszugleichen und ohne zuviel Chlorid,Sulfat,Leitwert zu haben.

Hier steht auch noch das 1,6g/L Calciumhydroxid in 20°C löslich sind:
http://www.fels.de/data/SDB_DK_d0016.pdf

"Reagiert mit Wasser unter starker Wärmeentwicklung"

P.S.
Störung durch pH-Wert – Anhebung (z.B. Fischtoxizität).


* http://de.wikipedia.org/wiki/Salzpflanze…auf_die_Pflanze
Gruß
Thomas

4

Freitag, 3. Februar 2012, 18:29

Ich habe mir jetzt mal einen Sack Dolomitkalk besorgt. Ich gab davon etwas ins Wasser. Der pH stieg erst von 8 auf 8,5 und nach wenigen Minuten war er wieder normal. Die GH/KH ist unverändert also spricht das schonmal dafür das da nicht all zuviel Oxid drin sein kann.

Das Zeug lässt sich auch gut in der Mühle zerkleinern.

Jetzt muss ich mal schauen wie gut sich das überhaupt mit CO2 lösen lässt, falls überhaupt.
Gruß
Thomas

5

Samstag, 4. Februar 2012, 11:09

Hallo Thomas,

das löst sich nur wenn freies CO2 vorhanden ist, sonst garnicht.
Gruß

Jürgen


Nimm nie etwas für bösartig an,
wenn schlichtes Unvermögen eine
hinreichende Erklärung sein könnte.
(Napoleon)

6

Samstag, 4. Februar 2012, 14:01

hi

das ist richtig. Deswegen wollte ich das dann direkt ins teilentsalzte Wasser reingeben. Und als Pulver damit die Oberfläche größer ist. Habe aber irgendwie das Gefühl das die Zeitdauer nicht ausreichen wird.

Die anderen erhältlichen Aufhärtesalze haben auch den Nachteil das hauptsächlich die GH erhöht wird aber die KH zu gering. Ich möchte beides gleich haben und zwar ohne Unmengen von NaHCO3.
Gruß
Thomas

7

Samstag, 4. Februar 2012, 14:11

die üblichen Gartenkalke sind bereits gemahlen und zu Granulat gepreßt. Die Körnchen zerfallen im Wasser von allein wieder zum Steinmehl.

8

Samstag, 4. Februar 2012, 21:50

leider nicht
Gruß
Thomas

9

Samstag, 4. Februar 2012, 23:30

Geduld!

10

Sonntag, 5. Februar 2012, 12:53

nein

es liegt schon fast eine Woche in einem Glas Wasser, da passiert nichts
Gruß
Thomas

11

Samstag, 11. Februar 2012, 15:09

Ich habe mal die Körner durch eine Kaffeemühle gerieben und das gibt ein recht feines Pulver. Das ganze auf VE Wasser scheint wirklich recht gut GH/KH zu heben. Jedoch sind dann derart feine Schwebstoffe im Wasser, die würde man nicht rausgefiltert bekommen und die sinken auch nicht zum Boden ab.
Gruß
Thomas

12

Freitag, 24. Februar 2012, 23:03

sach mal wir diskutieren doch nicht dieses Becken?
http://www.aquaristikimdetail.net/wbb3/i…641e927f78cc9cf

13

Samstag, 25. Februar 2012, 00:21

no sir, habe multiple choice =)
Gruß
Thomas

14

Samstag, 25. Februar 2012, 19:28

Da das mit dem Gartenkalk nicht sonderlich gut funktioniert, gibt es keine anderen Möglichkeiten?

Was ist mit Schlämmkreide? Unterscheidet sich dies zu synthetischem CaCO3 ?
Durdrakon enthält ja einiges an Schlämmkreide.

Laut Krause sollte übrigens Natrium max. Faktor 1,6 pro 1°dH sein. Bei mir sind es 45!
Gruß
Thomas

15

Montag, 27. Februar 2012, 00:10

Da das mit dem Gartenkalk nicht sonderlich gut funktioniert

wieso nicht?

Zitat

Was ist mit Schlämmkreide? Unterscheidet sich dies zu synthetischem CaCO3 ?

sicher! Nur was soll Dir das bringen?

Zitat

Durdrakon enthält ja einiges an Schlämmkreide.

sicher? Ich glaube nicht!

Zitat

Laut Krause sollte übrigens Natrium max. Faktor 1,6 pro 1°dH sein. Bei mir sind es 45!

1,6 mal was? Sowas wie eine Natriumhärte gibt es doch wohl nicht.

16

Dienstag, 28. Februar 2012, 15:51


wieso nicht?

weil man eben viel freies CO2 braucht

Zitat


sicher? Ich glaube nicht!

ist so, Drak hat früher die Mischung öffentlich gemacht (kann man über google finden)

Zitat


1,6 mal was? Sowas wie eine Natriumhärte gibt es doch wohl nicht.
pro GH
Gruß
Thomas

17

Dienstag, 28. Februar 2012, 16:30

das CO2 brauchste immer, egal obs Gartenkalk, Kreide oder irgendwelche Kalksteine sind.
Der Drak hat sich früher m.W. auch an der Ballingmethode orientiert, sprich lösliches Calciumsalz wie Gips oder Calciumchlorid und Natron. Sollte mich wundern, falls sich das geändert hat. Schlämmkreide wäre total unpraktisch, weil sich diese gar nicht erst löst und so den erforderlichen chemischen Prozessen zuviel Widerstand entgegen setzt.
Aha also 1,6 pro GH! Aber 1,6 was? Gramm, Kilo, Mol?

18

Dienstag, 28. Februar 2012, 21:26

Ganz einfach, wenn du GH5 hast, dann gilt laut Krause max. 8mg/l Na. Das ist sicher keine absolute Grenze aber je mehr Na im Wasser, desto mehr wird die Aufnahme von K gehemmt. Na Level über 1mg/l sind für Pflanzen nicht notwendig.
Für Sulfat und Chlorid werden andere Werte angegeben.

Calciumchlorid ist auch drin in Duradrakon aber sehr wenig. In der Malawi und Tanga Mischung sind dagegen ausschließlich schnell lösliche Salze.

Das Problem ist eben, wie Drak auch erkannt hat, dass schnell lösliche Salze keine KH anheben, ausser Natrium.
Und würde man auf GH5 mit schnell löslichen Salzen aufsalzen, hätte man Unmengen von Chlorid und Sulfat im Wasser.
Gruß
Thomas